Sog. "Judenbörse" Kleinhandel jüdischer Kaufleute, Neanderstr., 20459 Hamburg - Neustadt (1890)
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Hanna Meier Hanna Meier
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Album: Historisch 2

Historisch 2 : Sog. "Judenbörse" Kleinhandel jüdischer Kaufleute

Neanderstr. (20459 Neustadt)


In der Neustadt hatte der Rat der Stadt Hamburg einige Straßen als Marktplatz für den Straßenhandel der jüdischen Einzelhändler ausgewiesen. Bis zur endgültigen Einführung der allgemeinen Gewerbefreiheit im Jahre 1864 hatten die Juden nur ein Wohnrecht und sehr eingeschränkte Rechte des Grunderwerbs. Es war ihnen bis zu diesem Zeitpunkt nach den tradierten Gewrbe- und Zunftordnungen verboten, ein Ladenlokal zu besitzen oder Waren zu verkaufen, die dem Zunftrecht unterlagen.

Das führte einmal zu einem ausgeprägten Hausiererhandel der jüdischen Kaufleute bzw. zum Markthandel mit gebrauchten Sachen. In der Elbstraße(heute Neanderstraße) und einigen Seitenstraßen konnten die jüdischen Händler auf fliegenden Ständen ihre Waren feilbieten.

Weitere Fotos aus dem Album "Historisch 2"